Wie du Presets in Lightroom richtig einsetzt

Mit diesem Blogartikel möchte ich dir eine Art Vorab-Einblick in den Aufbau eines kommenden Produktes geben: Im VLOG #12 rede ich ausführlich über das Thema Lightroom Presets, warum ich die "typischen" Preset-Packs blöd finde und was ich anders machen möchte.
Und genau diesen Ansatz will ich euch heute näher bringen und mich interessiert besonders euer Feedback zu dem Thema und meinem Ansatz, also lasst mir bitte am Ende des Artikels einen Kommentar da, was ihr davon haltet.

Im in Kürze einmal zusammenzufassen um was es eigentlich geht: Ich werde demnächst ein Preset Pack mit 12 Lightroom Presets zum Thema Food Fotografie herausbringen. 2 dieser Presets habt ihr bereits im Rahmen meiner 1.000 Abonnenten auf YouTube Aktion als Teaser geschenkt bekommen. Falls du die Aktion verpasst hast, kannst du dir die beiden Gratis Presets hier noch herunterladen. Bis hierhin ist an meinen Presets ja erst einmal nichts Besonderes. Was mein Preset Pack aber herausstellt, ist folgendes: Ihr bekommt in dem Pack nicht nur die 12 Presets, sondern auch ein 14-seitiges eBook, in dem jedes einzelne Preset erklärt ist. Und zwar insofern erklärt, als das ich euch dort den Look beschreibe, den das Preset kreiert, die Besonderheiten, die in den Einstellungen des Presets verborgen sind und ich euch eine Empfehlung für euer Ausgangsbild gebe, damit das Preset seine maximale Wirkung entfalten kann.

Denn ich bin der Meinung, dass die meisten Preset Sammlungen keine Arbeitserleichterung sind. Man hat dann zwar diese ganzen vorgefertigten Looks, aber ohne zu wissen auf welchen Bildern dieser oder jener Look gut aussieht und auch ohne zu wissen, welche Einstellungen genau ein Preset verändert, muss ich am Ende doch wieder jedes Preset einmal durchklicken um zu sehen, wie es sich auf mein Bild auswirkt. Und vielleicht wäre ein bestimmtes Preset das genau passende Preset, der Effekt ist schlicht nur zu stark. Wenn ich aber nicht weiß, wie der Effekt genau zustande kommt, komme ich vielleicht auch nicht auf die Idee, die Einstellungen des Presets zu verändern und es so an mein Ausgangsbild anzupassen. Dann greife ich doch zu einem anderen Preset, was von vornherein besser auf meinem Ausgangsbild aussieht, obwohl der Look vielleicht nicht optimal gewählt ist.

Und genau diese Problematik will ich umgehen und euch so ein Preset Pack präsentieren, was wirklich hilfreich ist, eure Arbeit beschleunigen kann und einen echten Mehrwert liefert! Diese Presets sind über den Zeitraum des gesamten letzten Jahres langsam entstanden und jedes einzelne davon nutze ich selber immer wieder für meine eigenen Food Fotos. Da ich die Einstellungen der Presets mittlerweile auswendig kenne, kann ich sofort einschätzen, welches Preset für ein neues Bild den optimalen Look erzeugen könnte. Und genau dieses Wissen und diese Erfahrung findet ihr dann in dem 14-seitigen eBook wieder, damit ihr ebenfalls sehr viel schneller das passende Preset findet und auch sofort wisst, welche Einstellungen ihr noch anpassen solltet.

Deshalb zeige ich euch heute hier die Erklärungen für die beiden Gratis Presets und zwar so, wie ich sie auch in das eBook schreiben würde. Und genau hier ist euer Feedback wichtig für mich: Haltet ihr die folgenden Erklärungen zu den Presets für nützlich, würden diese Erklärungen euch dabei helfen, schneller ein Preset auszusuchen und es effektiver einzusetzen?
Mit eurer Hilfe möchte ich mein Produkt weiter verbessern um euch dann das perfekte Preset Pack präsentieren zu können. Und ganz nebenbei erkläre ich euch, wie ihr die beiden Gratis Presets richtig in Lightroom einsetzt und das Maximale aus ihnen heraus holt!


CRTVTY #11: Faded Popcorn


Look

Das Preset ist ein leicht ausgeblichener Look, der vor allem auf den Kontrast zwischen hellen, ausgeblichenen Mitteltönen und starken Farben im Rot- und Magentabereich setzt. Auch wird dein Bild im Weißabgleich kälter gemacht, um weiße und andere helle Farbtöne neutraler und noch heller darzustellen. Der Look ist insgesamt eher romantisch, ohne dabei aber kitschig zu wirken.     

Besonderheiten

Dieses Preset setzt einen Verlaufsfilter ein um den Hintergrund aufzuhellen und damit an die Gesamthelligkeit des Bildes anzupassen. Du kannst ihn aber auch benutzen, um den Hintergrund abzudunkeln und damit das Hauptmotiv selbst stärker hervorzuheben. Ein Radialfilter wird zur weiteren Hervorhebung des Hauptmotivs genutzt und verstärkt dort noch einmal die Struktur und holt die letzten Details aus den vorhandenen Texturen heraus. Es werden alle warmen Farbtöne (Rot, Orange, Gelb) verstärkt.    

Empfehlung

Da der Weißabgleich durch das Preset deutlich ins Kalte verschoben wird, erreichst du die neutralsten Ergebnisse mit einem eher warmen Ausgangsbild. Ein ohnehin schon kaltweißes Ausgangsbild wird zu sehr abgekühlt durch das Preset. Hier solltest du den Weißabgleich im Preset korrigieren. Dein Hauptmotiv sollte Rot-, Orange- oder Magentatöne aufweisen, da diese vom Preset deutlich hervorgehoben werden. Es funktioniert daher gut für alles rote oder bläuliche Obst (Beeren, Kirschen, Pflaumen, Äpfel usw.) und Gemüse.    


CRTVTY #12: Center Lighten


Look

Dieses Preset ist sehr gut für Fleisch und starke Strukturen wie Holz oder groben Leinen zu benutzen. Die Struktur wird hervorgehoben und Mikrokontraste werden verstärkt. Daneben werden Schatten aufgehellt um gerade bei Fleisch und anderen, sehr dunklen Motiven, alle Details sichtbar zu machen. Eine Vignette fokussiert den Betrachter auf die Mitte des Bildes, ohne jedoch die Ränder zu sehr im Dunkel verschwinden zu lassen. Orangetöne werden leicht aufgehellt und Blau- und Grüntöne werden stärker gesättigt, was dieses Preset recht universell einsetzbar macht.

Besonderheiten

Dieses Preset kommt ohne Verlaufs- und Radialfilter aus, du musst also keine Filter individuell an dein Ausgangsbild anpassen. Dennoch fokussiert das Preset durch eine Vignette den Blick stärker in die Mitte. Wenn dein Hauptmotiv außerhalb der Mitte liegt oder dein Ausgangsbild bereits eine starke Vignette aufweist, solltest du die Vignette des Presets verringern.

Empfehlung

Wenn du dieses Preset einsetzt, solltest du vor allem Strukturen und Mikrokontraste in deinem Bild betonen wollen. Holz, Fleisch, grobe Tücher, alle Materialien und Zutaten mit viel Struktur profitieren von diesem Preset. Durch die stärkere Sättigung von Blau und Grün ist es auch ideal für komplexere Gerichte geeignet. Die Blausättigung sollte allerdings angepasst werden, vor allem dann, wenn dein Weißabgleich sehr neutral oder eher kühl geraten ist oder du größere, blaue Deko-Elemente im Bild hast.


Waren diese Erklärungen zu den Presets hilfreich für euch? Findet ihr eine solche Erklärung sinnvoll und nützlich gegenüber des bloßen Vertriebs der Presets, ohne weitere Erklärungen oder Hinweise? Ich werde diese Erklärungen für das finale Produkt auch noch in Videoform aufnehmen und als Tutorial kostenlos auf YouTube stellen. Wenn du dann keine Lust hast, die 14 Seiten eBook durchzuarbeiten, kannst du dir auch einfach mein Tutorial ansehen, in dem ich dir alle Looks und alle Besonderheiten der Presets noch einmal Live an Beispielbildern erkläre. Wie klingt das für dich?
Schreib es mir in den Kommentaren!

Bis nächste Woche!

Tobi



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