10 Tipps für bessere Food-Fotos

Himbeeren mit Joghurt auf Bambus-Untersetzer mit Vintage Löffel von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

In diesem Blogbeitrag möchte ich meine 10 besten Tipps für bessere Food Fotos mit euch teilen! Diese Tipps habe ich auch schon für einen noch kommenden Artikel im Pictures Magazin benutzt. Bald könnt ihr diese Tipps also auch dort im Rahmen eines umfangreichen Artikels über Food Fotografie von mir wiederfinden (wird dann auch hier im Artikel ergänzt, sobald der Beitrag erschienen ist)!


Ich habe diese 10 Tipps auch noch einmal in einem Video verpackt, indem ich die einzelnen Tipps noch ausführe und erkläre. Wenn du also nur die 10 Tipps schnell haben möchtest, dann lies dir einfach den Blogbeitrag durch.

Wenn du aber auch wissen möchtest, welche Gedanken dahinter stehen und noch Beispiele von mir hören möchtest, dann schau dir auf jeden Fall auch das Video an! Dann erfährst du genau, wie ich die einzelnen Tipps meine und was du daraus ziehen kannst. 


Aber jetzt ohne große Umschweife rein in meine Tipps für euch:



frische Feigen als Mandala Ornament mit Gewürzen und Nüssen von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 1

Plant, bereitet euch vor, lasst euch Zeit. Als Teilbereich der Still Life Fotografie ist Food Fotografie sehr entschleunigt. Nutzt das und baut euer Bild sorgfältig auf. Dann reicht am Ende ein einziger Druck des Auslösers und das Bild ist im Kasten!

Beeren-Joghurt-Müsli mit Himbeeren und Blaubeeren von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 2

Bleibt authentisch: Schmutz, der auf dem Set nichts zu suchen hat, wird entfernt (Tierhaare sind ein Klassiker). Essensreste oder Überbleibsel von der Vorbereitung eines Gerichts können das Bild aber authentischer machen und aufwerten.

Heiße Schokolade auf weihnachtlich gedecktem Tisch von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 3

Bezieht Requisiten mit ein. Nutzt Teller, Besteck, Gläser, Tassen, Tischtecken, Tücher, Servietten usw. um eurem Bild Kontext zu verleihen. Geht daher mit der Kamera auch nicht zu nah an die Zutaten heran. Gebt dem Gericht „Luft zum Atmen“.


Braune Buchenpilze auf Olivenholz-Schneidebrett von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 4

Licht ist nicht gleich Licht. Lasst ein aufgebautes Set einmal stehen und ändert nur die Lichtrichtung. Beobachtet, wie sich die Atmosphäre des Bildes verändert. So erzielt ihr oft unverhofft neue und aufregende Ergebnisse. Wenn ihr die Möglichkeiten dazu haben, verändert auch nicht nur die Lichtrichtung, sondern auch den Abstand bzw. die Größe der Lichtquelle. Eine große Lichtquelle sehr nah an eurem Motiv macht das Licht sehr weich, eine kleine Lichtquelle weit weg erzeugt dagegen sehr harte Schatten.

geöffneter Granatapfel auf Leinentuch von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 5

Bei nicht-Top-Down-Aufnahmen ist Unschärfe ein wichtiges Stilmittel. Öffnet die Blende soweit, dass der Hintergrund zu verschwimmen beginnt. Das lässt Raum für Interpretationen und verbessert das Storytelling eures Bildes. Auch ist das der ideale Platz für Text, wenn das Bild in einem Magazin oder Buch verwendet werden soll.

Physalis von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 6

Fotografierst du unterwegs mit dem Smartphone und hast keine Kontrolle über die Blende, gehe näher an dein Motiv heran. Dadurch kannst du auch mit dem Handy eine Hintergrundunschärfe erzielen. Vermeide aber auf jedem Fall den Blitz. Dieser ist am Handy viel zu klein und grell für eine sinnvolle Ausleuchtung auf kurzer Distanz.

aufgeschnittene Vitelotten mit Lauchzwiebeln, Rosmarin und Thymian von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 7

Sammle alles an Requisiten, was dir in die Hände fällt. Dazu gehören auch Tücher, Papiere, Verpackungen, alte Bretter, Steinplatten, Untersetzer, Farben, Netze, Flaschen, einfach alles, was sich irgendwie mit dem Thema Essen in Verbindung bringen lässt. Flohmärkte sind hier eine wahre Goldgrube! Stell dir ein Bild von einem Fischgericht auf einem blau-weißen Tisch vor. Und jetzt dekorierst du den Tisch noch mit etwas Sand, einzelnen Muscheln und den Resten eines alten Fischernetzes oder einem ausgefransten Tau!


Wachteleier und Hühnereier in Kupfertopf von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 8

Gehe für die Ideenfindung ruhig auf eine abstraktere, konzeptionellere Ebene, dadurch findest du Leichter zueinander passende Requisiten und Deko-Elemente. Mache dir dazu eine Mindmap mit den Zutaten deines Gerichts und verallgemeinere nach Außen hin immer stärker. Ein Beispiel: Käse – Milch – Kühe – Gras – Weide – Landwirtschaft – weiß – grün – usw. So bekommst du schnell ein Bild davon, dass du ein Stück kräftigen Käse sehr gut mit etwas geschnittenem Gras oder Getreide oder einer Flasche Milch im Hintergrund in Szene setzen kannst.

Riesen Gambas Low Carb Pasta in Pfanne auf rustikalem Holztisch von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 9

Willst du nur schnell unterwegs ein Foto von deinem Essen machen, halte dich an folgende Grundregeln: Erkenne die Lichtrichtung, benutze seitliches- oder Gegenlicht, platziere dein Hauptgericht nicht genau mittig im Bild sondern rücke es etwas zur Seite, achte auf den Hintergrund und auf eventuell störende, nicht zum Gericht passende Elemente. Bei Top-Down-Aufnahmen, achte darauf, dass du nicht selber das Licht abschattest oder dein Schatten zu sehen ist.

Heiße Schokolade mit Zimt von Tobias Gawrisch Xplor Creativity

Tipp 10

Hol dir mehr Inspiration! Je mehr Food Fotos du siehst, desto eher entstehen in deinem Kopf eigene Ideen aus Elementen, die du schon einmal gesehen hast. Sieh dir möglichst viele Bilder an und speichere dir alles, was du interessant findest (z.B. bei Pinterest). Das ist wie ein Kreativitäts-Training für dein Gehirn.




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