HowTo: Hater bekämpfen

Fassade eines Wohnhauses in Düsseldorf Dehrendorf
Für dieses Bild gab es Hate weil einige Personen mir nicht glauben wollten, dass es eine Fotografie ist. "Das kann nur gerendert sein, da sind doch nirgendwo Schatten!"

Beginnen wir den heutigen Artikel mit einer Definition aus dem Urban Dictionary: "Hater: A person that simply cannot be happy for another person's success. So rather than be happy they make a point of exposing a flaw in that person. Hating, the result of being a hater, is not exactly jealousy. The hater doesn't really want to be the person he or she hates, rather the hater wants to knock someone else down a notch.

Susan: You know, Kevin from accounting is doing very well. He just bought a house in a very nice part of town. 

Jane (hater): If he is doing so well why does he drive that '89 Taurus?" (Urban Dictionary: Hater)

Viele von euch dürften auch schon mit solchen Typen Bekanntschaft gemacht haben. Das Phänomen ist gerade auf Facebook ja geradezu allgegenwärtig und vor allem in der Fotografen-/Modelszene immer wieder zu beobachten, wie vor allem auch andere Fotografen ihren "Kollegen" keinen Erfolg gönnen. Das reicht von simplen Beleidigungen des Bildes bzw. der Bearbeitung bis zu verbalen Attacken gegen das Model, die Umsetzung und alle involvierten Personen selbst.
Es ist natürlich völlig richtig, dass bei der Darstellung auf einer öffentlichen Plattform jeder mit Kritik rechnen muss und diese aushalten sollte, solange sie gerechtfertigt ist. Aber NIEMAND muss sich freiwillig beleidigen lassen. Dazu mal ein (paraphrasiertes) Beispiel aus eigener Erfahrung:
Ich teile eines meiner Photoshop QUICKTIP Videos in einer Photoshop/Fotografie Gruppe auf Facebook. Die meisten Kommentatoren freuen sich darüber, von mir etwas Neues gelernt zu haben. Ein Kommentator jedoch meint, dass das Grafikdesign meiner YouTube-Vorschaubilder totaler Mist sei, dass man das heute ja nicht mehr so mache, dass es aussähe wie von einem 9-jährigen und das die Farben ja schon in den Augen brennen würden.

Was sehen wir hier? Es gibt keinen Bezug zum eigentlichen Inhalt des Posts oder dem Inhalt des Videos ("das Grafikdesign deiner Vorschaubilder..."). Es wird allgemeingültig argumentiert ohne entsprechende Belege zu liefern ("das macht man heute nicht mehr so"). Es wird plump beleidigt ("das sieht aus wie von einem 9-jährigen"). Und wir sehen auch, dass dieser Kommentar, dieses Verhalten wirklich 1:1 auf die Definition aus dem Urban Dictionary passt. Ich habe mit meinem Post einen Erfolg gehabt (Leute haben sich gefreut, etwas von mir gelernt zu haben und haben das Video weiterempfohlen) und diese eine Person konnte diesen Erfolg nicht akzeptieren ohne nicht einen Fehler in meinem Auftreten zu finden und zu veröffentlichen in der Hoffnung, dieser "Fehler" würde meinen Erfolg schmälern.

Wie reagiere ich jetzt auf so etwas?

Ich halte es da so wie Benjamin Jaworskyj, der das Ganze in einem Interview mit Calvin Hollywood einmal schön auf den Punkt gebracht hat. Das Interview könnt ihr euch hier anhören (ca. ab 26:40 Min. bis 28:04 Min.). Sein Ansatz ist da sicherlich radikaler als mach anderer es handhaben würde, ich kann das aber absolut nachvollziehen und mache es auch so. 

Mir steht auf Facebook das Tool der Block-Liste zur Verfügung, also nutze ich dieses auch. Personen wie aus dem oben genannten Beispiel sind mit nur ein paar Klicks aus meinem digitalen Leben verbannt. Denn genau dafür ist diese Liste auch da. Dann kommt oft das Argument "Ja aber das ist ja wie Zensur, ich will doch frei meine Meinung äußern können". Kannst du ja, aber ich muss mich nicht beleidigen oder anpöbeln lassen. Es ist dann auch meine freie Meinung zu sagen, mit dir möchte ich nichts mehr zu tun haben. Das Argument ist im übrigen auch so nicht haltbar, im Job kannst du deinem Chef z.B. auch nicht immer deine freie, ungefilterte Meinung sagen. Du kannst schon, musst dann aber auch mit den Konsequenzen leben. Und auf Facebook ist die Konsequenz dann im Zweifelsfall, dass ich dafür sorge, dass ich deinen Quatsch nicht mehr sehen muss. Denn gerade meine eigene Seite und mein Profil auf Facebook, genauso wie mein Blog und alle anderen Profile, die ich selbst betreibe sind auch meine eigenen Medien, die ich natürlich auch nach meinen Wünschen führen und kuratieren kann.

Und genau wie Ben es in dem Interview auch sagt, will ich mich nicht mit solchen Negativaussagen umgeben. Die machen mir schlechte Laune und lenken mich ab, beides möchte ich nicht. Denn jeden von uns trifft so ein Kommentar, und gerade die ungerechtfertigten, weil wir uns dann ständig fragen: WARUM?! Und genau diese "langfristige" Wirkung auf die eigene Laune will ich um jeden Preis vermeiden, denn das ist es einfach nicht wert.

Wie seht ihr das Ganze? Diskutiert mit mir in den Kommentaren!

Bis bald,

 

Tobi



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